Wachsendes Portfolio

Wie HENSOLDT
heute erfolgreich
die Produkte von
morgen entwickelt

Der technologische Fortschritt vollzieht sich in immer größeren und schnelleren Schritten. HENSOLDT ist diesen Entwicklungen dabei in nahezu allen Bereichen den oftmals entscheidenden Schritt voraus.


Im Tech-Bereich gilt KI (Künstliche Intelligenz) ohne Frage als das „next big thing“. Auch für HENSOLDT spielt sie in wesentlichen Bereichen des Portfolios schon heute eine entscheidende Rolle. Denn durch die Fusion zu multifunktionellen Sensoren liefern diese immer mehr und immer detailliertere Daten. Die daraus resultierende „Datenflut“ wird durch Einbeziehung zusätzlicher Information aus dem Internet und Social-Media-Kanälen – OSINT (Open Source Intelligence) genannt – zusätzlich gesteigert. Die Analyse und Auswertung dieser Datenmengen zur Ermittlung handlungsrelevanter Informationen ist essentiell – und im Bedarfsfall auch noch in Echtzeit zu leisten.

HENSOLDT setzt hierzu neben ausgefeilten Algorithmen und Machine-Learning-Techniken auch Datenfusions-Techniken ein. So entsteht ein völlig neues, übergreifendes Situationsbewusstsein – auch durch den Einsatz von AR- (Augmented Reality) und VR- (Virtual Reality) Technologien zur digitalen Erweiterung der menschlichen Wahrnehmung. Wichtiges wird erkannt, Unwichtiges ausgeblendet. Denn im Einsatz gilt – im wahrsten Sinne des Wortes: Wissen ist Macht und macht den oft entscheidenden Unterschied.

Radar der Zukunft –
Aufklären, Stören und Kommunikation vereint


Schneller, weiter, genauer – so könnte man die Radar-Entwicklung der vergangenen Jahre bei HENSOLDT zusammenfassen. Kontinuierlich verbessert gibt es heute spezialisierte Lösungen vom Nah- bis Fernbereich. Seit Jahrzehnten eine Kernkompetenz des Unternehmens verrichten sie weltweit im militärischen und zivilen Bereich bei der Überwachung, Aufklärung, Luftverteidigung und Flugsicherung zuverlässig ihren Dienst.

Aktuelle Entwicklungen wie HENSOLDTs TwinSens kombinieren die aktiven Radartechnologien des TRML‑4D mit den passiven von Twinvis. Das Resultat: Ein im ersten Schritt ohne Radarsignale – und damit ohne die Gefahr einer gegnerischen Erkennung, Ortung und Störung – erstelltes Luftlagebild, in dem anschließend selbst kleine Flugobjekte wie Drohnen gezielt verfolgt werden können.

Foto des TRML-4D Radars auf einem Militärfahrzeug

Als Teil der aktuellen Radarfamilie von HENSOLDT für den Einsatz auf See sowie an Land ist das TRML‑4D-Radar für die Boden-Luft-Erkennung im Nah- und Fernbereich konzipiert. Basierend auf der modernsten Sensortechnologie kann es gleichzeitig verschiedene Arten von Luftzielen erkennen, verfolgen und klassifizieren. Damit eignet es sich insbesondere für den Einsatz gegen kleine, schnelle und niedrig fliegende Marschflugkörper, Drohnen, Flugzeuge und Hubschrauber. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs ist das bodengestützte TRML‑4D-Radar wesentlicher Bestandteil der ukrainischen Luftverteidigung.

Grafik einer Wüstenlandschaft mit Militärfahrzeugen und dem Twinvis-Radar

Twinvis (engl. „twin“ für Zwilling und „invisible“ für unsichtbar) bezeichnet ein Passivradar, das nicht geortet werden kann. Während herkömmliche Radarsysteme Signale aussenden, die von einem Objekt reflektiert werden und es so sichtbar machen, sendet Twinvis keine eigenen Signale aus. Es nutzt vielmehr vorhandene elektromagnetische Energie von Radio- und TV-Sendern und wertet deren von einem Objekt reflektierte Echos aus. Das System bleibt so unsichtbar, kann nicht gezielt gestört oder ausgeschaltet werden und sogar Tarnkappenflugzeuge entdecken.

Doch das ist erst der Anfang. Schon heute arbeitet HENSOLDT an dem multifunktionellen Radar der Zukunft. Mit einem ultrabreiten Frequenzbereich wird es in der Lage sein, modernste Radaraufklärung mit Kommunikationsfunktionen und elektronischen Gegenmaßnahmen über gemeinsam genutzte Hard- und Software zu kombinieren. Im Multiplattformverbund mit anderen gleichartigen Systemen tauscht dieses Radar der Zukunft Daten aus. So werden die Fähigkeiten sowie die Gesamtleistung weiter gesteigert. Aus der Gesamtheit der ausgetauschten Informationen kann ein allumfassendes Lagebild erstellt werden, das den Nah- und Fernbereich abdeckt. KI-gestützt können Unteraufgaben dynamisch im Verbund an das jeweilige Missionsszenario angepasst werden.

Radar der Zukunft

Mit einem System-Demonstrator zeigt HENSOLDT die Möglichkeiten des Radars der Zukunft. Gemeinsam für Radar, Kommunikation und elektronische Gegenmaßnahmen genutzte, elektronisch schwenkbare Antennen erhöhen die Vielseitigkeit. Multifunktionell wird so die Leistung bei der Erkennung gegnerischer Ziele sowie im Elektronischen Kampf deutlich gesteigert. Gleichzeitig können – vom Gegner nur schwer erkennbar – Daten in großen Mengen übertragen werden.

Im Multiplattformverbund mit anderen gleichartigen Systemen vervielfältigen sich so die Möglichkeiten: Die Zielortung und Einschätzung der Zielgeschwindigkeit werden verbessert. Koordiniert können im „System-of-Systems“ gegnerische Funksignale effizienter gestört werden. Das Risiko von Plattformverlusten sinkt, die Stabilität des Gesamtsystems und die Redundanz steigen. Sensorausfälle in Konfliktsituation können von anderen Sensoren im Verbund ausgeglichen werden.

Vorteil HENSOLDT: In multinationalen Zukunftsprojekten wie dem „Future Combat Air System“ (FCAS) oder dem europäischen CROWN-Projekt zur Beherrschung des elektromagnetischen Spektrums spielt HENSOLDT mit diesen Radarentwicklungen bereits heute eine entscheidende Rolle. Denn die Zukunft des Radars liegt in Daten und deren KI-gestützter Auswertung in Echtzeit.

Spectrum Dominance –
Mit Systemverantwortung
zum Erfolg


Die fortschreitende Digitalisierung militärischer Missionen schlägt sich auch in einer zunehmenden Vernetzung plattformübergreifender Systeme nieder. Die Dominanz des elektronischen Spektrums bildet dabei eine wesentliche Voraussetzung, um diese im Rahmen der drahtlosen Kommunikation oder durch Radarsysteme jeglicher Art zu nutzen.

Die elektronische Signalaufklärung gilt daher in vielen Auseinandersetzungen als Schlüssel zum Erfolg. Denn, wer weiß, woher welche gegnerischen Funk- und Radarsignale kommen, kann diese auch gezielt stören oder ausschalten. Dabei unterscheidet man zwischen strategischer und taktischer Signalaufklärung. Mit der Kalaetron-Produktfamilie ist HENSOLDT in beiden Bereichen bestens aufgestellt.

Bei der strategischen Signalaufklärung werden Daten aus großer Distanz gesammelt. Anschließend werden sie unter Einbeziehung von Grundlagendaten wie bisherigen Aufklärungsergebnissen zu militärischen Aktivitäten, geheimdienstlichen oder auch OSINT-Informationen mithilfe von KI ausgewertet. Im Rahmen des „Pegasus“-Projekts ist HENSOLDT beauftragt, eine hochmoderne, abstandsfähige, umfassende Signalaufklärungsfähigkeit auf Basis verteilter, fliegender Plattformen zu realisieren.

Computergrafik eines fliegenden Militärflugzeugs. Von dem Flugzeug gehen grüne Strahlen aus, die sowohl zu einem weiteren Flugzeug als auch zu einem Schiff und zu einem Satelliten führen. Der Satellit wiederum leitet die Strahlen an ein Gebäude weiter. Im unteren Teil des Bildes sieht man rot markierte, feindliche Fahrzeuge, um die ein einzelner grüner Schirm gelegt ist

PEGASUS (PErsistant German Airborne SUrveillance System) bezeichnet ein Projekt für die deutsche Bundeswehr zur strategischen, luftgestützten, weiträumigen Signalerfassung, Überwachung und Aufklärung. PEGASUS soll militärische Funkverkehre und Radaremissionen erfassen, um darauf basierend Lagebilder zu erstellen und Daten für Selbstschutzsysteme zu gewinnen. Es soll zur Krisenfrüherkennung, Lagebeurteilung im Rahmen der Krisenvorsorge und Aufklärung von Bedrohungslagen in Interessen- und potenziellen Einsatzgebieten eingesetzt werden.

2023 erreichte Pegasus einen wichtigen Meilenstein: Nach einer erfolgreichen Leistungsdemonstration stimmte das deutsche Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) der von HENSOLDT entworfenen Systemarchitektur zu. Als Systemverantwortlicher wird HENSOLDT Bombardier Business-Jets mit der notwendigen Technik ausrüsten – mit einem Wert von über einer Milliarde Euro einer der derzeit größten Aufträge des Unternehmens.

Auf Basis der Daten aus der strategischen Signalaufklärung steuert die taktische Signalaufklärung militärische (Gegen-) Maßnahmen und muss daher in nahezu Echtzeit in einem begrenzten Aufklärungsgebiet Signalquellen detektieren und aufklären. Vor Ort werden diese Daten verifiziert und umgehend entsprechende Schritte eingeleitet.

Diese können aus elektromagnetischen Kampfmaßnahmen bestehen, wie beispielsweise dem Blockieren („Jammen“) von gegnerischen Signalquellen, dem Stören von Radar oder dem Verfälschen von Signalquellen. Dabei werden unter anderem vorgetäuschte („falsche“) Radarziele ausgesendet und so gezielt Fehlinformationen erzeugt. Zusätzlich hat HENSOLDT eine Methode entwickelt, mit der sogenannte „Malware“ und andere „Cyberangriffe“ über die Kommunikationskanäle auf gegnerische militärische Systeme übermittelt werden.

Vorteil HENSOLDT: Als Sensorspezialist bei Projekten wie PEGASUS, dem Eurofighter, dem luftgestützten System-of-Systems LUWES für elektronische Angriffe oder dem Luftkampfsystem der Zukunft FCAS und mit der deutschen Bundeswehr als Referenzkunde ist HENSOLDT bestens positioniert. Als Grundlage für viele internationale Märkte, die bereits Interesse zeigen. Und als Systementwickler von Zukunftstechnologien, die den Unterschied ausmachen können.

Optronics –
Von bildgebenden Sensoren
zu informationsgebenden
Systemen


Optronische Lösungen von HENSOLDT werden weltweit im militärischen und zivilen Bereich zur Überwachung, Identifizierung, Klassifizierung sowie zur Zielerfassung eingesetzt. Durch die Fusion verschiedener Sensoren, der sogenannten „Multi-Sensor-Fusion“, entwickeln sich dabei bildgebende Sensoren zu informationsgebenden Systemen weiter: Eine Situation wird nicht mehr nur erfasst, sondern direkt analysiert.

Computergrafik eines MUV. Einige Bauteile sind grün hervorgehoben

Was bereits heute möglich ist, zeigt HENSOLDT in seinem Military-Utility-Vehicle-Konzeptdemonstrator (MUV). Er verfügt über die HENSOLDT-Systeme SETAS (Situational Awareness) für eine bei Tag und Nacht bis zu 300 Meter weit reichende Rundumsicht, sowie das MUSS Selbstschutz-System, das UV- und Laser-Warnsensoren zur Erkennung von Lenkflugkörpern und Zielerfassungslasern mit Peil-, Warn- und Störsendern sowie Radar kombiniert und automatisch Gegenmaßnahmen einleiten kann.

Den Kern dieser Technologie bildet HENSOLDT‘s modulare Software-Lösung CERETRON. Sie verknüpft unterschiedliche Sensorsysteme miteinander, fusioniert deren Daten, reichert sie durch unterschiedliche KI-Module an und analysiert sie. So gewinnt CERETRON aus Sensordaten Informationen und generiert ein Echtzeit-Lagebild, das an einer taktischen Lagekarte angezeigt, durch ‚Augmented Reality‘ visualisiert oder mit anderen Nutzern durch die digitale Vernetzung von Operationen geteilt werden kann.

Vorteil HENSOLDT: Als Meilenstein der aktuellen Entwicklung läutet CERETRON dabei einen von der zunehmenden Digitalisierung und Nutzung von KI getriebenen Paradigmenwechsel ein. Beim Spähfahrzeug Next Generation wird dieser Wechsel erstmals deutlich. Anders als bisher liegt hier der Schwerpunkt nicht auf dem Fahrzeug, sondern auf den auf ihm verbauten Sensorsystemen. Verschiedenartige Sensoren, wie Elektrooptiken, Funkpeiler, Laserwarnsysteme und akustische Sensoren werden miteinander verknüpft. Gemeinsam generieren sie schneller als bisher ein besseres Lagebild einschließlich automatisierter Freund-Feind-Kennung. Strategisch besonders wichtige, gegnerische Zielen wie Führungsfahrzeuge oder Kommandozentren können geortet und identifiziert, das Fahrzeug und dessen Besatzung durch das frühzeitige Erkennen von Lasern und Mündungsfeuer geschützt werden.

Land EW –
Einen Konflikt erkennen,
bevor er beginnt


HENSOLDT-Lösungen für die elektronische Kampfführung an Land (Land Electronic Warfare – EW) liefern entscheidende Informationen über die aktuelle militärische Lage. Sie umfassen sowohl schnell einsetzbare, tragbare Aufklärungssysteme als auch hochentwickelte Kombinationen aus Kommunikations- und Störtechnologien, integriert in Fahrzeuge oder Shelter.

Für die Unterstützung und den Schutz der Bodentruppen unerlässlich, ermöglichen die fortschrittlichen Systeme zudem eine dynamische Missionsplanung und -kontrolle in Echtzeit. Einsatzkräfte können so Bedrohungen frühzeitig identifizieren und effektiv Gegenmaßnahmen einleiten – sowohl manuell als auch automatisiert. HENSOLDT-Lösungen für die elektronische Kampfführung an Land bilden damit einen unverzichtbaren Bestandteil moderner, effektiver Militäroperationen.

Die wahre Stärke der HENSOLDT-Sensorik zeigt sich an einem Beispiel komplexer Herausforderungen in der modernen Kriegsführung: dem Aufspüren der Funkkommunikation gegnerischer Aufklärungs- oder Artillerieeinheiten, die zudem geschickt und schnell ihre Frequenzen wechseln. HENSOLDT-Sensorik erkennt dabei nicht nur präzise die richtige Frequenz, sondern kann das Signal auch mithilfe fortschrittlicher KI-Technologien in kürzester Zeit gezielt stören.

Dazu müssen Aufklärungssysteme wie Radare und Peilsender nahtlos mit den entsprechenden Radar- und Funk-Störsendern zusammenarbeiten.

Computergrafik von mehreren Militärfahrzeugen. Einige Bauteile sind grün hervorgehoben

Bei neuen fahrzeugbasierten EW-Systemen, die HENSOLDT an NATO-Partner liefert, können je nach Bedarf die Komponenten nach Kundenwunsch und entsprechend dem Fahrzeug zusammengestellt werden.

Vorteil HENSOLDT: Wie in allen Bereichen von HENSOLDT nimmt auch bei „Land EW“ die Menge der zu verarbeitenden Daten kontinuierlich zu. Nur durch den Einsatz von KI können diese nahezu in Echtzeit übertragen, klassifiziert, analysiert (Stichwort „Big Data“) und daraus sogar zielgerichtete Gegenmaßnahmen abgeleitet werden. In kognitiven Systemen stellt sich das System dabei sogar selbstlernend auf unerwartete Situationen auf dem Gefechtsfeld ein. Gleichzeitig hilft die KI, sämtliche Daten für eine benutzerfreundliche und einheitliche Bedienung aufzubereiten.

Zukunftstechnologie,
die Aktionen vorhersagen kann


Schon heute kann HENSOLDT-Sensorik im zivilen wie militärischen Bereich und dort über alle Teilstreitkräfte hinweg ein umfassendes Lagebild generieren. Dabei spielen Daten und deren KI-gestützte Aufbereitung und Auswertung eine immer wichtigere Rolle. Diese „Big Data“ fließen gemeinsam mit weiteren Informationen – beispielsweise von Satelliten und aus der OSINT – zusammen und werden ebenfalls mit Hilfe von KI und maschinellem Lernen fusioniert. So können Aktionen der Gegner nicht nur in Echtzeit analysiert, sondern in vielen Fällen deren zukünftige Aktionen bereits vorhergesagt werden. Zum Schutz der Einsatzkräfte, von Gebäuden und Infrastruktur, zur Sicherheit von Mensch und Material und mit modernster Zukunftstechnologie von HENSOLDT.